SPITZER zum 2G-Modell: Keine Impfpflicht durch die Hintertür

Spitzer 2G

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek spielt offenbar mit dem Gedanken, dass es auch im Freistaat bald ein sogenanntes 2G-Modell geben könnte. Das hieße, dass Menschen ohne vollständigen Impfschutz mit weiteren Einschränkungen zum Beispiel in Restaurants, Fitnessstudios oder bei Veranstaltungen rechnen müssen. Der gesundheits- und pflegepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer kritisiert dies scharf:

„Nicht-Geimpfte vom sozialen Leben weitgehend auszuschließen, ist unverhältnismäßig und verfassungsrechtlich stark umstritten. Eine 2G-Regel wäre per se eine Impfpflicht durch die Hintertür. Das ist unredlich und diskriminierend. Politiker sind nicht die Erziehungsberechtigten der Bürgerinnen und Bürger. Wer sich gegen eine Impfung entscheidet, muss dann eben die Konsequenz dafür tragen, nämlich das Risiko, sich zu infizieren.

Aus rein medizinischer Sicht, aus Sicht des Infektionsschutzes ist eine Ausgrenzung von Nicht-Geimpften ohnehin der falsche Weg. Denn beim 2G-Modell hätten Nicht-Geimpfte kaum mehr einen Grund sich testen zu lassen. Flächendeckende Tests sind aber wichtig, um Infektionen aufspüren und nachverfolgen zu können. Wir sollten tunlichst vermeiden, durch eine Politik der Ausgrenzung die Gesellschaft noch weiter zu spalten. Das, was jetzt kommen muss, ist eine Exit-Strategie für die Corona-Maßnahmen.“