SPITZER zu Holetscheks 5-Punkte-Plan: Frühwarnsystem Abwassermonitoring könnte schon längst etabliert sein

Heute hat Gesundheitsminister Klaus Holetschek seinen „5-Punkte-Plan für den Corona-Herbst“ vorgelegt. Gleich in Punkt eins erklärt er, dass zur Früherkennung das Abwassermonitoring an weiteren Standorten in Bayern etabliert werden solle. Ein Vorschlag, den die FDP-Landtagsfraktion bereits vor einem Jahr und zuletzt vor drei Wochen eingebracht hat. Die Regierungsfraktionen hatten jeweils abgelehnt. Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dr. Dominik Spitzer

„Wieder einmal haben wir hier ein Beispiel, dass sich Hartnäckigkeit doch auszahlt. Wir freuen uns sehr, dass die bayerische Staatsregierung unsere Vorschläge, ein flächendeckendes Abwassermonitoring zu etablieren, nun doch umsetzt. Besser spät als nie. 

Dennoch könnten wir dieses Corona-Frühwarnsystem schon längst nutzen, wenn man im Gesundheitsministerium früher zur Einsicht gekommen wäre. Mehrere Studien hatten schon im Sommer 2021 belegt, dass die Dynamik der Pandemie und die Ausbreitung neuer Virusvarianten frühzeitig im Abwasser zu erkennen sind. Nämlich mehrere Wochen bevor Abstriche dies bestätigt haben.

Gerade jetzt, wo sich immer weniger Menschen testen, wäre das Sicherheitsnetz Abwassermonitoring schon gespannt. Dann könnten wir über den Sommer hinweg beobachten, wie sich die Lage entwickelt und wären für den Herbst optimal vorbereitet. Klarer Fall von Chance verpasst.“