SPITZER: Staatsregierung muss beim Boostern der Älteren entschlossener handeln

Spitzer Impfen

Am 9. November hat die bayerische Staatsregierung beschlossen, dass alle über 60-Jährigen notwendige Informationen über die Booster-Impfung erhalten sollen. Eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hat ergeben, dass dem Gesundheitsministerium die Zahl der bisher versendeten Schreiben völlig unbekannt ist, da die Kreisverwaltungsbehörden dafür verantwortlich seien. Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer:

„Die momentane Situation ist ein Albtraum und erfordert zügiges Handeln – gerade beim Boostern der vulnerablen Gruppen. Dass der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek nicht weiß, ob alle Zweifach-Geimpften in der Altersgruppe 60Plus über die Wichtigkeit einer Auffrischungsimpfung informiert wurden, macht mich fassungslos. Alleine schon, dass hier wieder die Verantwortung zwischen den Ebenen hin- und hergeschoben wird, widerspricht doch dem gesunden Menschenverstand. Wer die Pandemie bekämpfen will, muss proaktiv und entschlossener handeln. Das Gesundheitsministerium sollte doch wissen, ob die Informationen dort ankommen, wo sie hingehören.

Es macht mich wütend, wie die Staatsregierung in der jetzigen Situation agiert: Mit dem Finger auf Berlin zeigen und selbst nicht wissen, was im eigenen Land passiert. Die Söder-Regierung hat in den vergangenen Monaten beim Impfen viel Zeit liegen lassen – und das setzt sich weiter fort. Notwendige Maßnahmen hätte sie längst planen und einleiten können. Wäre mehr fürs Impfen geworben und für mehr niedrigschwellige Angebote gesorgt worden, dann wäre auch den Älteren besser geholfen gewesen. Denn mit mehr Geimpften wäre die vierte Welle sicher nicht so massiv über uns gekommen. Die Booster für die Älteren sind deshalb jetzt umso dringender.“