SPITZER: Schneckentempo beim Boostern ist lebensgefährlich

Knapp sechs Wochen nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission für das Boostern für Menschen ab 70 Jahren warten in Bayern noch immer viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen auf ihre Auffrischungsimpfung. Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer:

„Das Schneckentempo der bayerischen Staatsregierung bei den Auffrischungsimpfungen der vulnerablen Gruppen ist für viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen lebensgefährlich. Seit der Booster-Empfehlung der Ständigen Impfkommission sind sechs wertvolle Wochen nahezu tatenlos verstrichen. Ich selbst habe in meiner Hausarztpraxis in Kempten schon im August damit begonnen, meine Risikopatienten mit geschwächtem Immunsystem mit einer dritten Impfung zu schützen. Insbesondere im hohen Alter lässt der Impfschutz mit der Zeit nach. Und viele haben ja schon im Frühjahr ihre Erst- und Zweitimpfung erhalten.

Die Staatsregierung muss daher so schnell wie möglich die Booster-Lücken in den Pflegeeinrichtungen schließen und darüber hinaus mit öffentlichen und niederschwelligen Impfangeboten für die gesamte Bevölkerung die am Anschlag stehenden Arztpraxen entlasten. Nur so können wir die vierte Infektionswelle brechen.“