SPITZER: Hausärzte erhalten weniger Impfstoff als zugesagt – Organisation ist desaströs

Impfen

Möglichst viele Menschen durch eine Impfung vor Corona zu schützen, so lautet die Devise seit Monaten. Und gerade in den letzten Wochen ist die Nachfrage nach einer Impfung – sowohl bei Erst- als auch bei Auffrischungsimpfungen – enorm gestiegen. Eigentlich erfreulich, doch nun wird bekannt: Viele Hausärzte in Bayern würden gerne möglichst viel impfen, erhalten aber weitaus weniger Impfstoff als ursprünglich zugesagt. Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer

„Wir haben momentan nicht nur Lieferengpässe bei Schnelltests, die ja durch die 2G-plus-Regelung an vielen Stellen vermehrt benötigt werden, viel schlimmer noch: Die Hausärzte in Bayern bekommen kommende Woche nur 40 bis maximal 50 Prozent des bestellten Biontech-Impfstoffs geliefert – und der fehlende Rest kann auch nicht mit dem Impfstoff von Moderna ausgeglichen werden. Das bedeutet, dass auch ich in meiner Hausarztpraxis in Kempten bereits vereinbarte Termine wieder absagen muss. Das ist das Schlimmste, was passieren konnte: Die Leute sind motiviert und wollen geimpft werden, aber es gibt nicht genug Impfstoff. 

Wieder einmal ist das ein Zeugnis der desaströsen Organisation der Impfkampagne des Bundes. Da Bayern gerade den Vorsitz der Gesundheitsminister stellt, hätte man auch seitens des bayerischen Gesundheitsministeriums frühzeitig ein Auge auf eventuelle Lieferschwierigkeiten aufgrund steigender Nachfrage haben müssen – sowohl bei Tests als auch beim Impfstoff. Entschuldigungsbriefe von Jens Spahn an die Arztpraxen helfen hier mit Sicherheit nicht weiter. Wir brauchen jetzt so schnell wie möglich ausreichend Impfstoff, damit wir wie geplant – und gewünscht – möglichst viele Menschen impfen können!“