Dr. Dominik Spitzer

SPITZER fordert Anpassung der Impfverordnung: Hausärzte sollten impfen dürfen

Das Impftempo in Bayern lässt zu wünschen übrig. Derzeit werden täglich rund 49.000 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Bis April sollen die Impfzentren im Freistaat ihre Kapazitäten auf 111.000 Impfungen pro Tag mehr als verdoppeln. Hierzu will Gesundheitsminister Klaus Holetschek die Hausärzte stärker einbinden. Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Dr. Dominik Spitzer:

"Der Ausbau der Impfzentren kostet unnötig Zeit, Geld und vor allem ärztliches Personal. Es ist mir völlig unverständlich, warum hierzu Hausärzte abgezogen werden sollen. Diese könnten und sie wollen ihre Patienten in ihren Praxen impfen. Zudem müssen sie sich um die Versorgung ihrer Patienten mit Gesundheitsproblemen jenseits von COVID-19 kümmern.

Die bayerische Staatsregierung sollte sich dringend auf Bundesebene für eine zügige Anpassung der Impfverordnung und die Einbindung der niedergelassenen Ärzte einsetzen. Es kann nicht sein, dass wie zu Wochenbeginn im Freistaat mehr als 200.000 Impfdosen liegen bleiben. Jede verabreichte Dosis ist ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität.

Wir wissen, dass das Astrazeneca-Vakzin sehr gut wirkt. Es sollte daher auch für Menschen über 65 zugelassen werden. Und es sollte durch Hausärzte verabreicht werden dürfen ohne überbordende Priorisierung. Wir können nicht warten, bis alle Anspruchsberechtigten einer Gruppe durchgeimpft sind, ehe wir mit der nächsten beginnen. Das ist allemal besser, als den Impfstoff weiter als Ladenhüter im Lager zu lassen. Wenn wir also die Hausärzte mit ins Boot holen, die Rahmenbedingungen und die Priorisierung anpassen, können wir effizienter impfen und schneller ans Ziel kommen."

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