Dr. Dominik Spitzer

Keine Homöopathie als Kassenleistung

FDP stellt Dringlichkeitsantrag im Landtag

Aktuell erstatten einige Krankenkassen ihren Versicherten die Kosten für homöopathische Mittel wie z.B. Globuli. Wenn es nach der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag geht, ist damit bald Schluss. Die Fraktion stellt heute im Plenum einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag. Auslöser dafür ist laut Aussage des gesundheits- und pflegepolitischen Sprechers der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer die Aussage des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn von letzter Woche, dass der Status-Quo „so okay“ sei. Das sehen die Liberalen ganz anders: „Wir können es uns nicht leisten für Zuckerkugeln, die keinen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis besitzen, im Jahr 20 Millionen € an Versicherungsbeiträgen auszugeben. Wir haben andere Probleme in der Medizin“, so der niedergelassene Hausarzt aus Kempten.

Auch kritisiert die FDP die Sonderstellung der homöopathischen Mittel im Arzneimittelrecht: „Die Zulassung von Homöopathika in Deutschland ist eine Farce. Durch den sogenannten „Binnenkonsens“ sind Globuli vor dem deutschen Gesetz rechtlich wirksam, medizinisch betrachtet fehlt allerdings immer noch jeder Nachweis der Wirksamkeit. Darüber hinaus wollen wir homöopathische Mittel von der Apothekenpflicht befreien“ so Spitzer weiter. Verbieten wollen die Liberalen Homöopathische Arzneimittel aber ausdrücklich nicht. „Sie sind als das zu behandeln, was sie sind: Lifestyle-Produkte, die es aus eigener Tasche zu bezahlen gilt“, so der Mediziner abschießend.

Hier geht es zum Dringlichkeitsantrag