Dr. Dominik Spitzer

SPITZER fordert Flexibilisierung der Fachkraftquote

Keine Denkverbote bei der Bewältigung des Pflegenotstands

Zum Vorstoß des Oberallgäuer Landrats Anton Klotz zur Absenkung der Fachkraftquote in Pflegeheimen äußert sich der gesundheits- und pflegepolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dr. Dominik SPITZER folgendermaßen:

„Wir müssen endlich die ideologischen Scheuklappen überwinden und uns pragmatischen Lösungen für den Mangel an Pflegeplätzen zuwenden. Aktuell finden viele Pflegebedürftige keinen Heimplatz mehr, obwohl Betten leer stehen. Grund dafür ist zum einen der Fachkräftemangel, zum anderen aber auch die starre Fachkraftquote in Höhe von 50 %. Diese ist weder wissenschaftlich begründet, noch bei der Bewältigung des Pflegenotstands sonderlich hilfreich. In Baden-Württemberg herrscht seit Jahren eine Quote von 40 %, ohne dass dort die Welt untergegangen ist. Aktuell wird zwar ein neues Personalbemessungsverfahren auf Bundesebene erforscht, allerdings kann es noch Jahre dauern, bis dieses in der Praxis Anwendung findet. Eine maßvolle Flexibilisierung der Fachkraftquote, z.B. mithilfe eines Punktesystems, könnte die Versorgungssituation von Menschen mit Pflegebedarf verbessern. Denkverbote sind hier deplatziert. Natürlich ist die Fachkraftquote nicht die einzige Stellschraube an der es zu drehen gilt. Bessere Arbeitsbedingungen für Pflegefachkräfte, weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung, eine schnellere Anerkennung von ausländischen Fachkräften und alternative Versorgungsangebote sind andere Felder, auf denen es schnell zu handeln gilt“, so der Landtagsabgeordnete.