Holetschek stiehlt sich aus der Verantwortung – Werte neben Inzidenz müssen benannt werden

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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht nach den Corona-Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz Nachbesserungsbedarf bei den Indikatoren. Der Bund sei gefordert, beim Thema Inzidenz und weiterer Faktoren „was vorzulegen“, so der CSU-Politiker.

Anstatt dem Bund die alleinige Verantwortung zuzuschieben, sollte sich Bayerns Gesundheitsminister lieber an die eigene Nase fassen. Wir fordern als FDP-Fraktion schon seit einem Dreivierteljahr eine Abkehr von der Fixierung auf den Inzidenzwert als einzigen Indikator. Die wichtigsten Parameter liegen für uns auf der Hand: Die Auslastung der Intensivstationen sowie die Impfquote und die Reproduktionsrate muss in die Einschätzung der epidemiologischen Lage mit einbezogen werden. Hierzu haben wir im Bayerischen Landtag auch mehrere Initiativen eingebracht, die die Staatsregierung jederzeit hätte aufgreifen können. Doch aus Ehrfurcht vor Ministerpräsident Markus Söder, der den Inzidenzwert ja als ‚Mutter aller Zahlen‘ verehrt, wurden unsere Vorschläge von CSU und Freien Wählern regelmäßig ignoriert.