„Akutkliniken retten Leben, Rehakliniken retten Lebensläufe“ - SPITZER besucht Alpenklinik Santa Maria in Oberjoch

Spitzer

Die Corona-Krise stellt insbesondere Reha-Kliniken für Kinder und Jugendliche vor große Herausforderungen. Teilweise kam in den Einrichtungen der Betrieb komplett zum Erliegen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Träger, sondern vor allem auch auf die Gesundheit der Betroffenen. Der gesundheits- und pflegepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer hat sich nun vor Ort über die aktuelle Situation der Kinder- und Jugend-Reha bei der KJF Alpenklinik Santa Maria in Oberjoch informiert.

Beim Besuch des Landtagsabgeordneten berichtete der Verwaltungsleiter der Klinik Herr Thomas Schmoltner über die Schwierigkeiten, die Corona für die Spezialklinik für Kinder mit Atemwegserkrankungen gebracht hat: „Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Kostenzusagen für eine Rehabilitation in unserer Klinik um ca. 70 Prozent zurückgegangen. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die Verunsicherung vieler Eltern, die ihre Kinder während dieser der Corona-Krise nicht in eine Reha geben wollen. Ohne den Rettungsschirm der Krankenkassen und Rentenversicherungsträger wäre ein weiterer Betrieb unserer und anderer Kliniken für Kinder- und Jugend-Reha nicht möglich gewesen. Deshalb ist es unabdingbar, dass dieser bis zum Ende der Pandemie aufrechterhalten wird. Ansonsten droht ein massives Kliniksterben.“

Der Chefarzt der Alpenklinik Santa Maria Herr Dr. Markus Koch wies auf die Wichtigkeit der Reha-Maßnahmen hin und zeigte auf, welche Chancen in der Rehabilitation bei Kindern- und Jugendlichen, gerade in Bezug auf Corona, liegen: „Akutkliniken retten Leben, Rehakliniken retten Lebensläufe. Die Gesundheit unserer Kinder ist das höchste Gut. Reha-Maßnahmen können dazu beitragen, diese zu erhalten oder zu verbessern. Der Bedarf an solchen Maßnahmen wird in den kommenden Jahren steigen - nicht nur durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen. Studien zeigen, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Dieser Trend wird sich durch die Pandemie weiter verschärfen.“

„Es ist endlich an der Zeit, dass die Politik die Wichtigkeit der Kinder- und Jugend-Reha erkennt und diese entsprechend würdigt“, resümiert der Landtagsabgeordnete nach seinem Besuch. „Ich werde im Bayerischen Landtag einfordern, dass man sich mit den Folgen der Pandemie für die stationäre Reha auseinandersetzt und diese entsprechend unterstützt. Wir müssen alles dafür tun, dass dieser Baustein der Gesundheitsfürsorge im Freistaat erhalten bleibt. Auch muss in Bezug auf Corona und seine Langzeitfolgen das Potential unserer Reha-Kliniken genutzt werden. Die Alpenklinik Santa Maria würde sich mit seiner Ausrichtung auf Lungenerkrankungen bei Kindern perfekt als Kern eines solchen Therapie-Clusters eignen“, so Spitzer abschließend.